Obstwiesenprojekt der Drachen

Obstwiesenprojekt in der Drachenklasse

Über ein ganzes Jahr erstreckte sich das Obstwiesenprojekt  der Drachenklasse. Dieses Projekt wird von der Biologischen Station im Rhein-Sieg-Kreis organisiert und im Rahmen des Umweltnetzwerkes durch den Landschaftsverband Rheinland gefördert. Die Aktionstage rund um die Obstwiese wurden von der Diplombiologin Xenia Scherz im Klassenzimmer und natürlich vor allem auf der Obstwiese durchgeführt.

Schon nach dem ersten Obstwiesentag, brachen die Drachenkinder in Begeisterungsstürme aus, wenn es wieder hieß, dass Frau Scherz zu uns kommt, denn ihr gelingt es auf äußerst spannende Weise, dass die Kinder die Wiese und all ihre pflanzlichen und tierischen Bewohner mit allen Sinnen entdecken.

An dieser Stelle soll ein ganz großes Dankeschön an Herr Pauli gehen, der so freundlich ist, uns seine Wiese zur Verfügung zu stellen. So konnten die Kinder ganz in der Nähe der Schule auf einer wunderschönen, alten Streuobstwiese direkt an der Sieg, die Natur im direkten Kontakt erforschen, erriechen und erschmecken.

 

 

 

 

 

Wir haben herausgefunden, dass man Obstbäume sogar im Winter, wenn sie keine Blätter oder Früchte tragen, an ihrer Form erkennen kann. So ist der Apfelbaum eher rund und der Birnbaum tatsächlich birnenförmig.

Durch alle Jahreszeiten hindurch beobachteten wir „unsere“ Bäume, sahen, wie erste Knospen kamen, bewunderten die herrliche Apfelblüte, betrachteten die winzig kleinen Äpfel und staunten, wie schnell daraus leckere, saftige Äpfel wurden, die wir mit Genuss verpeisten und probierten.

Toll war auch, als wir Kräuter und essbare Pflanzen gesucht haben, um damit ein Wiesenkräuterbuffet zu bestücken. Wir stellten selbst Kräuterquark her. Besonders überrascht hat uns, dass man sogar die ungeliebten Brennnesseln essen kann. Frau Scherz machte uns aber auch darauf aufmerksam, dass es oft Pflanzen gibt, die den essenbaren ganz ähnlich sehen und wir sehr vorsichtig sein müssen.

Wir haben drei Bäume veredelt und konnten uns nicht vorstellen, dass aus diesen kahlen Ästen tatsächlich Bäume werden. Aber schon wenige Wochen später konnten wir im Garten der Familie Hirsch, die so freundlich war, auf unsere veredelten Bäumchen aufzupassen, erste Blätter und neue, kleine Zweige entdecken. Wir haben nun also drei Apfelbäume, die in einigen Jahren, Boskop-Äpfel tragen werden.

Besonders begeistert hat uns, dass wir einen eigenen Baum auf der Obstwiese pflanzen durften. Er bekam einen Wühlmauskorb, eine Hose, einen Schutz vor Rehen und ganz viele gute Wünsche von uns Drachen. Wir werden unseren Apfelbaum auch weiterhin besuchen, um zu erleben, wie er wächst. Vielleicht bekommt er schon in diesem Frühjahr erste Blüten.

Im Herbst ernteten wir Äpfel, um daraus selbst Apfelsaft herzustellen. Wir feierten unser Obstwiesenjahr mit einem abschließenden Apfelfest. Eltern und Großeltern waren da und halfen tatkräftig mit. Es gab rund um den Apfel alles, was das Herz begehrt.

Frau Scherz hatte Geräte mitgebracht, um aus den Äpfeln leckeren Apfelsaft zu gewinnen. Eifrig waren die Kinder dabei, die Äpfel zunächst zu waschen. Nachdem faule Stellen herausgeschnitten waren,  durften die Äpfel in die Apfelmühle. Der Apfelbrei kam in die Apfelpresse, die in Handarbeit von den Kinder betrieben wurde. Der Apfelsaft wurde unter Begeisterungsstürmen probiert und für jedes Kind in eine kleine Flasche mit einem selbstentworfenen Etikett abgefüllt. Alle sind sich einig, dieses Obstwiesenprojekt war eine große Bereicherung des Schulalltages und hat allen, Kindern, Eltern, Geschwistern und Frau Kiesselmann viel Spaß gemacht.

Wenn heute ein Drachenkind gefragt wird, welcher Apfel ihm besonders gut geschmeckt hat, sagt es noch immer mit einem verträumten Gesichtsausdruck: „Die Rote Sternrenette!“

Wir sagen tausendmal Dankeschön an Frau Scherz!

Die Drachenklasse

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